Juni 2010 – März 2011
Die Europastraße E 40 als Erinnerungspfad in Europa

Eine Gruppe junger Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Polen und der Ukraine wird einen Abschnitt der Europastraße E 40 als einen besonderen „Pfad der Erinnerung“ darstellen. Zu keiner Zeit fanden in Europa so viele politisch verursachte (Zwangs-) Migrationen zeitlich und räumlich verdichtet statt, wie im 20. Jahrhundert auf dem ehemaligen Gebiet der Zweiten Polnischen Republik, dem heutigen Grenzbereich zwischen Polen und der Ukraine. Entlang dieser Piste sind die Spuren der Bewegungen des 20. Jahrhunderts aufgereiht. Sie sind als Denkmäler, Mahnmale, Spuren der Zerstörung oder Hinweisschilder sichtbar. Das Projekt will eine erste Bestandsaufnahme leisten, welche die existierenden Erinnerungsorte entlang der Straße zwischen dem polnischen Rzeszów und dem ukrainischen Korez erfasst. Kernfragen sind dabei: An welche Bewegungen des 20. Jahrhunderts wird in diesem Korridor erinnert und welche Ereignisse haben keine Zeichen in der Landschaft? Wer sind die Akteure hinter den Gedenkorten und welche Unterschiede gibt es zwischen dem heutigen polnischen und dem ukrainischen Staatsgebiet?
Die Arbeitsergebnisse werden auf einer eigenen Webseite präsentiert und im VIA REGIA Wissens-, Informations-
und Serviceportal www.via-regia.org veröffentlicht.

Ansprechpartner:
Europäisches Kultur- und Informationszentrum in Thüringen,
Caroline Fischer, mail: netz@via-regia.org (dt., engl.)

Dominika Kopaczek, mail: zachod-wschod@o2.pl (poln., engl.)


gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“
im Rahmen des Förderprogramms „Geschichtswerkstatt Europa“

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