Projekte
2025 - 2026: CURV - CUltural Routes towards Vocational training
Die 49 Kulturrouten des Europarats sind transnationale Netzwerke, die sich heute den Herausforderungen transnationaler Zusammenarbeit, Sichtbarkeit und des europäischen Reisens stellen. Sie basieren größtenteils auf einem partizipativen Ansatz und verfügen unter ihren Mitgliedern – Angestellten wie Freiwilligen – über vielfältige Erfahrungen und Bedürfnisse im Bereich Lernen und Weiterbildung. Das CURV-Projekt zielt daher darauf ab, diese Erfahrungen zu sammeln, zu diskutieren und eine langfristige Strategie zur Entwicklung gemeinsamer Kompetenzen zu erarbeiten.
Das CURV-Projekt umfasst vier Aktivitäten: das Projektmanagement selbst sowie Aktivitäten in den Bereichen Zusammenarbeit, Sichtbarkeit und europäisches Reisen. Ausgehend von Design Thinking und einem kontinuierlichen Peer-to-Peer-Lernansatz streben wir folgende Ergebnisse an:
- eine Datenanalyse der Arbeitsstruktur der Netzwerke,
- eine Kooperationsvereinbarung,
- eine Markenarchitektur,
- ein Whitepaper zu Reisestrategien,
- eine Ausstellung und Cross-Marketing-Veranstaltungen.
Das CURV-Projekt bietet den Netzwerken der Kulturrouten des Europarats erstmals die Möglichkeit, gemeinsam eine Grundlage für ihre Arbeit in den kommenden fünf Jahren in Bezug auf Zusammenarbeit, Sichtbarkeit und europäisches Reisen zu schaffen. Es sollte aber auch eine Gelegenheit sein, sowohl innerhalb der Netzwerke als auch auf politischer Ebene das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Menschen zu schärfen, die diese Netzwerke tagtäglich verwalten.
2021 - 2024: TExTOUR - Social Innovation and TEchnologies for sustainable growth through participative cultural TOURism
Kulturtourismus bedeutet, Kulturerbe und Tourismus integriert zu managen. Es geht darum, gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften Vorteile für alle Beteiligten zu schaffen. Dies trägt dazu bei, materielles und immaterielles Kulturerbe zu bewahren und gleichzeitig den Tourismus zu fördern.
Das EU-geförderte Projekt TExTOUR entwickelte wegweisende und nachhaltige Strategien und Richtlinien für den Kulturtourismus. Oberstes Ziel war und ist die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Gebiete in Europa und darüber hinaus. Zu diesem Zweck wurden an acht Pilotstandorten innerhalb und außerhalb der EU Kulturtourismus-Labore eingerichtet. Verschiedene gesellschaftliche Akteure und Interessengruppen des Kulturtourismussektors waren in diese Labore eingebunden.
Die ausgewählten Pilotstandorte wiesen unterschiedliche und sich ergänzende Merkmale auf, die es den Projektexperten ermöglichten, ein breites Spektrum an Szenarien für Binnen- und Küstenregionen, ländliche und städtische Gebiete sowie benachteiligte, abgelegene und periphere Regionen zu entwickeln, die mit vielfältigen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen konfrontiert sind.
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This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020
research and innovation programme under grant agreement No.101004687
2023: Netzwerk Inklusionsberatung
In der Vergangenheit haben Vernetzungsaktivitäten zwischen europäischen Inklusionseinrichtungen keine nachhaltigen Bestand geschaffen. Ziel unseres kleinen Kooperationsnetzwerkes ist es daher, die aktuelle Ausgangssituation in Europa zu analysieren und Möglichkeiten für ein beständiges Netzwerk zu eruieren. Dabei geht es uns vor allem um die aktuellen Methoden in der Inklusionsberatung für alle wesentlichen im allgemein Arbeitsmarkt.
Vorteile der Zusammenarbeit mit transnationalen Partnern sind:
- Austausch von praktischen Erfahrungen unter den Partnern
- Suche von möglichen Partnern entlang europäischer Kulturrouten
Antwort auf folgende Fragen:
- Was sind Erfolgsfaktoren für die Inklusionsberatung von Organisationen im Arbeitsmarkt?
- Welche Auswahlkriterien für die Partnersuche sind entscheidend?
- Welche EU-Länder sind besonders geeignet für den geografischen und inhaltlichen Ausbau unserer Partnerschaft?
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2018 - 2022: FAB Routes - Digital Skills To Promote EU Cultural Routes
FAB Routes ist ein KA202-Projekt – Strategische Partnerschaften für die berufliche Aus- und Weiterbildung –, das vom Erasmus+-Programm im Rahmen der Ausschreibung „Kooperation für Innovation und Austausch bewährter Verfahren“ kofinanziert wird.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer neuen Ausbildungsmethodik und eines neuen Bildungsmoduls zur Förderung und Erweiterung der Kenntnisse und Querschnittskompetenzen der Mitarbeiter und Betreiber der vom Europarat anerkannten Kulturrouten der EU. Dadurch sollen das Management und die Vermarktung der Kulturrouten im Bereich des nachhaltigen Kulturtourismus verbessert werden.
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2019 - 2022: „Kulturrouten des Europarates – Projekt zur Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitswirkung“
Trotz erster Errungenschaften haben die bestehenden Kulturrouten und das Kulturroutenprogramm als Ganzes (Qualitätslabel) bisher einen sehr geringen Bekanntheitsgrad in der deutschen Öffentlichkeit und bei relevanten stakeholdern, Potenziale können dadurch nur unzureichend genutzt werden, Interessenten haben keinen Ansprechpartner.
Es fehlen
- die Aufnahme der Netzwerke in offizielle Veröffentlichungen,
- die Weiterführung der Anlaufstelle für neue Interessenten,
- eine Kommunikationsweiche zwischen den Kulturrouten, den Fachministerien und dem EPA, sowie dem Institut der Kulturrouten des Europarates,
- die Verknüpfung mit regionalen und nationalen Stakeholdern und Behörden aus dem Kultur- und Tourismusbereich,
- gemeinsame Pressearbeit,
- eine tragfähige Struktur mit allen Vertretern der Kulturrouten des Europarates mit deutschen Mitgliedern.
Durch die bisherige Arbeit der Kulturroutennetzwerke und ihrer Mitglieder existiert die Kenntnis vorrangig auf lokaler Ebene, nimmt jedoch auf regionaler und nationaler Ebene stark ab. Nun steht die Aufgabe, die Kulturrouten – in Abstimmung mit dem Bund - nachhaltig in der Kultur- und Tourismuspolitik der Bundesländer zu verankern.
Ziele des Projektes sind daher:
- die Bekanntheit der Kulturrouten des Europarates mit deutscher Beteiligung zu steigern,
- den Titel „Kulturroute des Europarates“ als Qualitätslabel in Deutschland zu etablieren,
- die dauerhafte Arbeit der Kulturrouten mit Beteiligung deutscher Partner und eines deutschen Kulturroutennetzwerkes durch Einbindung in regionale Politikfelder sicherzustellen
- Interessenten aus Politik, Wirtschaft und bürgerschaftlichen Gruppen für die Kulturrouten zu aktivieren.
gefördert durch:
2018 - 2020: DECRA - Developing European Cultural Routes for All
Das ERASMUS+ DECRA-Projekt entstand aus der gemeinsamen Reflexion von 18 Europäischen Kulturrouten (EKR) – einige davon sind vom Europarat als Kulturrouten zertifiziert. In Anerkennung der Tatsache, dass die transnationalen Netzwerke der Europäischen Kulturrouten einen reichen, oft unbekannten Reichtum an Kompetenzen, Know-how und Zukunftskompetenzen bergen, die für eine effektive Umsetzung der europäischen Kulturzusammenarbeit unerlässlich sind, verfolgen die verschiedenen Partner das Ziel, mithilfe benutzerfreundlicher, digitaler Tools die Praktiken und Kompetenzen der Mitglieder der europäischen EKR-Netzwerke zu sammeln, zu analysieren, zu diskutieren und zu vermitteln.
Unter dem Motto „Austauschen, Lernen, Vergehen“ trug das DECRA-Projekt Erfahrungen, Praktiken und Projekte zusammen, die im Rahmen der Europäischen Kulturrouten umgesetzt wurden. Diese sind in vier Themenbereiche gegliedert: Barrierefreiheit, Soziale Inklusion, Lokales Kulturerbe und Netzwerkentwicklung.
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2019: Internationales Symposium "VIA REGIA - Kulturroute des Europarates"
Die VIA REGIA ist die älteste und längste Landverbindung zwischen Ost- und Westeuropa. Sie existiert seit mehr als 2.000 Jahren und führt von der Atlantikküste bis nach Kyjiv. Sie wurde 2006 als „Kulturroute des Europarates“ ausgezeichnet. Träger der Auszeichnung ist ein internationales Netzwerk dem mehr als 100 Partner aus sechs europäischen Ländern (Gebietskörperschaften, Vereine, Verbände, Institute, Initiativen, Wirtschaftsunternehmen, Einzelpersonen) und nun auch die Stadt Leipzig angehören. Das Netzwerk wird koordiniert vom Europäischen Kultur- und Informationszentrum in Thüringen, das auch das Symposium organisiert.
Die rasante Weiterentwicklung von VIA REGIA bezogenen Aktivitäten in den Bereichen Festivals, Kulturaustausch, (Kultur-)Tourismus, etc. in den letzten Jahren, die vielen neuen Beitritte zum Netzwerk vor allem großer Städte wie Erfurt, Görlitz, Lemberg (Lviv) und Leipzig, neue Ideen für internationale Netzwerk-Projekte, die alten und neuen Herausforderungen der VIA REGIA-bezogenen Arbeit in den beteiligten sechs Ländern, machten es dringend notwendig, dass sich die Mitglieder und externe Partnern zu diesem Symposium treffen, austauschen und für die Zukunft gemeinsame Projekte auch im Hinblick auf das 15jährige Jubiläum als „Kulturroute des Europarates“ 2021 entwickeln.
gefördert von der Stadt Leipzig
2016 - 2019: COME-IN! – Cooperating for Open access to Museums – towards a widEr Inclusion
Für viele Museen in Mitteleuropa bedeutet die Gestaltung ihrer Räumlichkeiten und Ausstellungen nach dem Konzept „für Alle“, welches Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen an die gebaute Umwelt einen gleichberechtigten Zugang auch zu kulturellen Einrichtungen ermöglichen soll, eine große Herausforderung. Die Gründe hierfür liegen in fehlenden Erfahrungen und organisatorischem Know-how im Zusammenhang mit barrierefreier Gestaltung sowie begrenzten finanziellen Spielräumen sowohl für Investitionen als auch für eine zielgerichtete Vermarktung. Vor diesem Hintergrund verfolgt das EU-Projekt Cooperating for open access to museums towards a wider inclusion (COME-IN!) das Ziel, die Situation kleiner und mittelgroßer Museen durch die Öffnung für möglichst viele verschiedene Nutzergruppen mit verschiedenen Ansprüchen an eine barrierefreie Zugänglichkeit und Erlebbarkeit zu stärken. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 2,72 Millionen Euro und wird im Rahmen des Programms Interreg CENTRAL EUROPE mit einer Laufzeit von 36 Monaten vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2019 umgesetzt.
Der Ansatz von COME-IN! basiert auf einem vielschichtigen Netzwerk von Museen, Verbänden und Interessensvertretungen von Menschen mit Behinderungen, Forschungs- und Weiterbildungseinrichtungen sowie politischen Vertretern, die in enger Kooperation ein innovatives strategisches Vorgehen zur Förderung von „Museen für Alle“ entwickeln, um deren Attraktivität und öffentliche Wahrnehmung zu fördern. Gemeinsam werden transnational umsetzbare Herangehensweisen diskutiert und etabliert sowie ein strukturierter Wissenstransfer organisiert. Dazu werden Handlungsanleitungen zur Schaffung barrierefrei erlebbarer Sammlungen und Ausstellungen und ein Trainingshandbuch für Museumsbeschäftigte entworfen und innerhalb des Projektnetzwerkes erprobt. Daneben werden Pilotaktionen und die Weiterbildung von Museumsverantwortlichen durchgeführt und die Ergebnisse u.a. anhand eines Monitorings zur Nutzerzufriedenheit und der Besucherzahlen analysiert.
Auf Basis der gewonnenen Erfahrungen wird mit dem COME-IN!-Label ein innovatives Marketinginstrument zur Auszeichnung von Museen, die die entsprechenden Anforderungen erfüllen, geschaffen, über das Museumsnetzwerk in die Öffentlichkeit gebracht und von der lokalen bis zur europäischen Ebene als Qualitätsmerkmal von Museen für Alle verbreitet.
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2014 - 2015: Reisen für Alle: VIA REGIA - eine Zeitreise durch deutsche Kultur und Geschichte
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Umsetzung, Förderung und Vermarktung der barrierefreien Zugänglichkeit der Route „VIA REGIA – Kulturroute des Europarats“ zwischen Frankfurt am Main und Leipzig, die acht Destinationen verbindet. Das Projekt zielt darauf ab, die wichtigsten Barrieren abzubauen, die Menschen mit besonderen Bedürfnissen am Reisen hindern. Es geht nicht darum, Angebote nur für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln, sondern sie in einen Tourismus für alle zu integrieren. Damit wollen wir Chancengleichheit und soziale Inklusion fördern, indem wir die Tourismusprodukte der VIA REGIA an die Bedürfnisse von Menschen mit besonderen Bedürfnissen anpassen.
Die konkreten Ziele sind: die Reduzierung eines Drittels der wichtigsten Barrieren, die die Zielgruppen am Reisen hindern; die Entwicklung konkreter Tourismuspakete, die hochwertige touristische Produkte und Dienstleistungen entlang der Route mit barrierefreien Informationen für alle kombinieren; die Förderung und Verbreitung bewährter Verfahren; die Sensibilisierung für das Konzept „Tourismus für alle“; und die Sensibilisierung der 24 Kulturrouten des Europarats und des Programms für das Thema „Tourismus für alle“.
Die Aktivitäten umfassen: eine SWOT-Analyse zu Bedarf, Angebot, Defiziten und Chancen eines barrierefreien Tourismus; die Erstellung einer Datenbank mit 5.000 Sehenswürdigkeiten und Informationen zu deren Barrierefreiheit als Grundlage für die Entwicklung eines interaktiven Webportals mit Karte als individuelles Planungsinstrument; für touristische Anbieter einen Reiseführer, Schulungsangebote zum Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen und die Implementierung eines Zertifizierungssystems; die Entwicklung der VIA REGIA-Reisepakete für 2016 und eines Pilotprojekts für 2015; die Veröffentlichung eines Tourismusprospekts und von Broschüren zu barrierefreien Reisepaketen; die Veröffentlichung der Angebote in den gängigen Tourismusmedien in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern; sowie die Auswertung von Evaluierungsbefragungen zur Zufriedenheit der Zielgruppen.
http://via-regia-barrierefrei.de
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